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Straßenbahn Betriebs-Höfe

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Berlin: Verkehr: Straßenbahn: Betriebs-Höfe


Schöneweide Nalepastr., 2006
Schöneweide Nalepastr., 2006

1.1. Betriebshof Marzahn

Die Berliner Verkehrsbetrieben unterhalten fünf Betriebshöfe und ein Gleislager. BVG-intern werden die Anlagen als Betriebsteil bezeichnet. Betriebshof Marzahn Der Betriebshof Marzahn (Mar) ist der neueste und größte Betriebshof der Straßenbahn. Er befindet sich an der Landsberger Allee an der Grenze zu Hellersdorf. Die Anlage wurde nötig, als in den 1980er Jahren die Strecken in die Neubaugebiete Marzahn, Hohenschönhausen und Hellersdorf entstanden. Die Arbeiten dauerten von April 1981 bis Dezember 1988, die ersten Fahrzeuge konnten schon ab April 1985 untergebracht werden. Der Betriebshof umfasst eine 25-gleisige Freiluft-Abstellanlage, eine Instandsetzungshalle mit zehn Gleisen, ein Bremsprüfgleis sowie mehrere Hallen für Maschinen und Geräte zur Reparatur der Fahrzeuge. Zusätzlich befindet sich am Eingang des Geländes eine dreigleisige Wendeschleife für Einsetzer. Die Kapazität beträgt etwa 300 Fahrzeuge des Typs Tatra KT4D mit einer Länge von 19 Metern.

1.2. Betriebshof Weißensee

  Der Betriebshof Weißensee (Wei) an der Bernkasteler Straße unweit der Berliner Allee wurde 1912 als Bahnhof 22 der Großen Berliner Straßenbahn (GBS) eröffnet. Die Haupthalle bot Platz für etwa 200 Wagen mit 11 Metern Länge. 1976 wurde das Gelände um eine elfgleisige Freiluft-Abstellanlage erweitert. Der Ausbau wurde nötig, da die neuen Wagen des Typs Tatra KT4D hier stationiert werden sollten. Das Depot beheimatet heute vorrangig die Fahrzeuge der Linien im Bezirk Pankow.

1.3. Betriebshof Lichtenberg

  Der Betriebshof Lichtenberg (Lich) wurde 1913 als Bahnhof 24 der GBS dem Verkehr übergeben. Er war zum Zeitpunkt seiner Inbetriebnahme der weltweit größte Straßenbahnhof. Die beiden Haupthallen fassten insgesamt 540 Wagen mit einer Länge von bis zu 11 Metern. Später wurde das Gelände um einen Omnibusbetriebshof erweitert. Die drei zwischen 1951 und 1973 verkehrenden Ost-Berliner O-Buslinien waren hier beheimatet. Neben den beiden insgesamt 26 Gleise umfassenden Haupthallen für Wartungs- und Reparaturarbeiten verfügt das Depot außerdem über eine 25-gleisige Freiluft-Abstellanlage sowie eine zweigleisige Wagenhalle für Arbeitsfahrzeuge. Letztere kamen bei der Erweiterung der Anlagen 1977 hinzu und befinden sich nördlich des Bushofs, der von den Gleisen quasi umschlossen wird.

1.4. Betriebshof Niederschönhausen

  Der Betriebshof Niederschönhausen (Nie) wurde am 26. Mai 1901 eröffnet und befindet sich unweit der Haltestelle Nordend an der Dietzgenstraße. Der Hof dient heute vorrangig der Unterbringung von historischen Fahrzeugen.

1.5. Betriebshof Nalepastraße

  Der Betriebshof Nalepastraße (Na) in Oberschöneweide wurde als Betriebshof der Berliner Ostbahnen 1901 in Betrieb genommen, nach der Übernahme durch die GBS wurde er als Bahnhof 15 geführt. Neben den Straßenbahnfahrzeugen betrieben die Ostbahnen auch die Güterbahn Berlin-Oberschöneweide, die vom Betriebsbahnhof Rummelsburg aus kommend über die Nalepastraße die Industriezweige in Oberschöneweide belieferten. Da die Fahrzeuge anfangs noch von Bullen gezogen wurden, bürgerte sich schnell der Spitzname „Bullenbahn“ ein. Die Bezeichnung wurde später auch für die elektrischen Lokomotiven des Betriebs verwendet, entweder als „Großer Bulle“ (vierachsig) oder „Kleiner Bulle“ (zweiachsig). Die Fahrzeuge wurden zusammen auf dem Hof untergebracht. Dieser besteht aus zwei insgesamt acht Gleise fassenden Wagenhallen sowie einer fünfgleisigen Freiluft-Abstellanlage. Der Betriebshof wird heute fast ausschließlich zum Abstellen von ausrangierten Zügen des Typs Tatra T6A2D gebraucht. Der Hof wird zusammen mit dem Köpenicker Betriebshof als Betriebsteil Südost geführt. Zwischenzeitlich musste der Betriebshof wieder reaktiviert werden, da aufgrund von Havarien in der Altstadt Köpenick im Jahre 2007 und 2008 der Betriebshof Köpenick vom Netz fast vollständig getrennt war.

1.6. Betriebshof Köpenick

  Der Betriebshof Köpenick (Köp) in der Wendenschloßstraße wurde zusammen mit der ersten elektrischen Köpenicker Straßenbahnlinie (der heutigen Linie 62) im Jahre 1903 eröffnet. Später kam er als Bahnhof 26 zur GBS. Der Hof umfasst insgesamt drei Wagenhallen mit insgesamt 18 Gleisen sowie eine viergleisige Freiluft-Abstellanlage. Es ist zudem der einzige Betriebshof, auf dessen Gelände sich keine Gleisschleife befindet, so dass die Züge auf der Wendenschloßstraße kehren müssen. In den 1970er Jahren sollte das Depot geschlossen und dafür eine neues an der Straße An der Wuhlheide entstehen, da hier genügend Platz für eventuelle Erweiterungen bestand. Die Pläne wurden aufgegeben, als die Errichtung der Neubaugebiete in Marzahn und Hellersdorf beschlossen wurde und damit die Verlagerung des Linienangebots abzusehen war.

1.7. Gleislager Kniprodestraße

  Das Gleislager Kniprodestraße schließt sich an die Gleisschleife im Prenzlauer Berg an und ist ein ehemaliger Betriebshof der SSB (Straßenbahnen der Stadt Berlin), der von 1908 bis 1923 bestand. Wegen Linienzusammenlegungen im Rahmen der Vereinigung der Berliner Straßenbahnbetriebe wurde er 1923 zum Gleisbauhof der Berliner Straßenbahn (BST) unter deren Dach bis zur Vereinigung zur BVG im Jahre 1929. Durch den Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände teilweise beschädigt, eine umfassende Sanierung blieb jedoch in den darauffolgenden Jahren aus, sodass von dem eigentlichen Betriebshof kaum noch etwas zu sehen ist. Heute dient das Gelände als Gleislager sowie als Depot für die dort eingesetzten Arbeitstriebwagen.

2. Chronik der Höfe seit 1945

Hof-Name Schliessung weitere Verwendung
Tegel, Schloßstr.
  Stadtplan
01.06.1958 seit 1900, Lagerraum Behala, danach teilweise Parkplatz
Müllerstr.
  Stadtplan
01.06.1958 seit 05.09.1927, Bushof
Reinickendorf, Pankower Allee
  Stadtplan
30.09.1960 seit 01.06.1900, Lagerraum Behala;
Foto: Südseite der Halle an der Kühleweinstr., 2004;
Foto: Westseite der Halle zur Kühleweinstr., 2004;
Foto: Nordende der Halle an der Kühleweinstr., 2004;
Foto: Einfahrbereich der zurückgesetzten Halle, 2004;
Foto: Südseite der zurückgesetzten Halle, 2004;
Tempelhof, Kaiserin-Augusta-Str.
  Stadtplan
30.09.1961 seit 1875, BVG-Zwecke
Steglitz, Hindenburgdamm 02.05.1962 Bushof
Spandau, Pichelsdorfer Str. 30.09.1962 seit 24.06.1894, Abriss
Moabit, Wiebestr.
  Stadtplan
31.07.1964 seit 01.03.1901, Lagerraum Behala
Schöneberg, Belziger Str. 14
  Stadtplan
30.09.1964 Polizei
Britz, Gradestr.
  Stadtplan
30.09.1966 seit 1910, Bushof
Charlottenburg, Königin-Elisabeth-Str.
  Stadtplan
02.10.1967 01.09.1930, Lagerraum Behala
Treptow, Elsenstr.
  Stadtplan
1973 seit 20.05.1899, bis 1991 Bushof, 1998 abgerissen
Niederschönhausen, Schillerstr.
  Stadtplan
1999 seit 26.05.1901; teilweise Nutzung zur Abstellung von Reservefahrzeugen;
Geschichte beim  DVN Berlin Ersatzlink );
Foto: Verwaltungsgebäude, 2004;
Foto: Einfahrt Ursprungshalle, 2004;
Foto: Seite der Ursprungshalle, 2004;
Foto: Einfahrt Neuere Halle, 2004;
Foto: Waschanlage in der Ursprungshalle, 2004;
Foto: Museumsfahrzeuge in der neueren Halle, 2004;
Foto: Vorfeld der neueren Halle, 2004
Schöneweide Nalepastr.
  Stadtplan
in Betrieb seit 1901; neuer Name (mit Köpenick): Südost;
Foto: beide Hallen, 2006;
Foto: linke Halle, 2006;
Foto: rechte Halle, 2006;
Foto: Gleise neben rechter Halle, 2006;
Köpenick, Wendenschlossstr.
  Stadtplan
in Betrieb seit 11.08.1903; neuer Name (mit Schöneweide): Südost
Stahnsdorf, 1961 Bushof
Weissensee
  Stadtplan
in Betrieb seit 11.10.1912; seit 04.09.2000 Teil des Hofes Lichtenberg
Lichtenberg Siegfriedstr.
  Stadtplan
in Betrieb seit 17.07.1913, auch Bushof und ex. Obushof
Marzahn
  Stadtplan
in Betrieb seit 01.04.1985
Kniprodestr.
  Stadtplan
in Betrieb seit 1908, Lager
Schmöckwitz
  Stadtplan
2006 diente lange Jahre der historischen Sammlung und Aufarbeitung von Museumsfahrzeugen ;
Foto: Einfahrt in die Halle, 2006;
Foto: fehlende Weichen (ausgebaut 2006) vor der Halle, 2006;